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Neueste Pressemitteilung:

HRE & HSH: Illegale Kreuzgeschäfte?

4. Februar 2010 - Zu den aktuellen Medienberichten über mögliche illegale Kreuzgeschäfte zwischen der Hypo Real Estate und der HSH Nordbank erklärt Dr. Gerhard Schick:

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100 Tage "Tigerenten-Club" 

Ohne Ziele, Werte, Ordnung 

4. Februar 2010 - Die 100-Tage-Bilanz der vermeintlichen "Wunsch-Koalition" aus Union und FDP ist in einem Punkt rekordverdächtig: Keine Bundesregierung zuvor hatte einen derart desaströsen Start, keine Bundesregierung ist derart schnell von ihren Fehlern eingeholt und überholt worden:
 
  • ein hastig zusammengeschusterter Koalitionsvertrag, der mehr Fragen aufwirft als er beantwortet
  • eine Krisenklausur knapp drei Wochen nach Amtsantritt
  • die erste Kabinettsumbildung schon nach vier Wochen ein Koalitionspartner, der Mühe hat, den Anschein der Käuflichkeit zu verbergen
  • Dauerquerelen am Kabinettstisch in fast jeder wichtigen politischen Frage, sei es Gesundheitspolitik, Energiepolitik, Afghanistan oder Vertriebenstiftung
Das Trauerspiel, das diese Regierung seit 100 Tagen bietet, als "Zwist" oder "Streit" zu beschreiben, wäre eine Verharmlosung. Wenn man schon nicht von einem "Koalitionskrieg" sprechen will, dann muss man schon auf Verteidigungsminister zu Guttenberg zurückgreifen und von einem "nicht internationalen unbewaffneten Konflikt" reden. Die schwarz-gelbe Koalition und die von ihr getragene Bundesregierung stolpern seit dem ersten Tag ihrer Arbeit wie eine Laienspielschar über die politische Bühne: ohne Orientierung und Kompass, ohne Vision, ohne Modernisierungsprojekt, ohne Zukunftsidee. Keiner hält sich ans ohnehin dürftige Drehbuch, jeder deklamiert seinen eigenen Text, alle reden durcheinander, und das Publikum wendet sich mit Grausen.
 
 

 

CD mit Daten deutscher Steuerflüchltinge 

Kaufen? Kaufen!

1. Februar 2010 - Ich bin, wie meine Fraktion, für den Kauf jener CD, die ein Ex-Banker mit den Daten deutscher Steuerflüchtlinge dem Bundesfinanzminister angeboten hat. Skurril, dass mit der CSU ausgerechnet die Partei, die seit Jahren das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und den Datenschutz mit Füßen getreten hat, nun ausgerechnet im Fall von Steuerhinterziehung sich plötzlich eines besseren besinnt. Dabei ist es gängige Praxis, dass für sachdienliche Hinweise zur Aufklärung von Verbrechen eine Belohnung gezahlt wird. Warum soll das im Fall der Schweizer CD nicht gelten? Es geht um gravierende Fälle von Steuerhinterziehung - und um die Frage von Steuergerechtigkeit. 

Lesen Sie mehr über die Politik von Bündnis 90/Die Grünen zur Bekämpfung von Steuerflucht und Steuerhinterziehung.  

 

Think Tank in Berlin gegründet

Für eine "Solidarische Moderne"

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1. Februar 2010
- Von der schwarz-gelben Regierung sind zwar viele Menschen enttäuscht. Doch es gibt bisher bei vielen noch keine Hoffnung, dass die Opposition die bessere Alternative wäre. Da ist noch richtig viel Arbeit erforderlich, an Konzpeten, die überzeugen. Für mich steht die Gründung des Instituts Solidarische Moderne für den Versuch, solche langfristigen Konzepte nicht nur in den jeweiligen Parteien und ihren Fraktionen zu erarbeiten, sondern Politik, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Initiativen zusammenzubringen. Deswegen ist die Solidarische Moderne auch kein rot-rot-grünes Politikprojekt, sondern ein gesellschaftliches Projekt. Am Sonntag, 31. Januar, bei der Gründungsversammlung in Berlin, war etwas von einem Aufbruch zu spüren, davon, dass wir die Herausforderung annehmen und uns angesichts von Klimakrise, staatlicher Überschuldung und sozialer Schieflage einer Politik entgegenstemmen, die öffentliche Leistungen abbaut und die Gesellschaft entsolidarisiert. Angeblich ist diese Politik alternativlos - und genau deswegen braucht es wieder alternative Konzepte. Auch, um unsere Demokratie wieder lebendig zu machen. 

Gründungsaufruf

Unsere Ziele 

www.solidarische-moderne.de
 

Briefwechsel mit der Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer

Über die Zukunft der Grünen:
Auf dem Weg zur Volkspartei?

Januar 2010 - In einem Papier vom 20. November 2009 vertritt meine Kollegin Brigitte Pothmer die These, dass sich die Grünen von einer Milieu- zu einer Volkspartei entwickeln können. Dafür müssten die Grünen offensiv einen Führungsanspruch erheben, sich von der SPD emanzipieren und auch dem bürgerlichen Lager öffnen. Ich habe ihr in einem Offenen Brief geantwortet und damit einen Briefwechsel angestoßen, der zurzeit weiter fortgeführt wird und sehr fruchtbar ist.

Lesen Sie hier den bisherigen Briefwechsel

 

Wie groß dürfen Banken sein?
Gastkommentar in der Braunschweiger Zeitung

Ist der Staat erpressbar?

1. Februar 2010 - Eine Lehre der Finanzkrise ist, dass der Staat nie wieder in eine Zwangslage kommen darf, in der er durch die Banken erpressbar ist. Deshalb braucht es eine Stärkung der Finanzaufsicht, rechtlich und personell. Für europaweit tätige Banken muss in Zukunft auch die Aufsicht europäisch sein, damit sie eine effektive Kontrolle ausüben kann und nationale Aufsichtsbehörden nicht länger von großen Banken gegeneinander ausgespielt werden. Banken müssen außerdem kleiner werden, damit Staaten nie wieder in die Situation kommen, private Banken mit Steuergeld retten zu müssen. 
 

 

 
"Steuer gegen Armut" im Petitionsausschuss

Finanzumsatzsteuer:
Petition erfolgreich

Dezember 2009 - Es ist geschafft: Mehr als 50.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hat die Online-Petition "Steuer gegen Armut" gefunden, die sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer - wir Grüne nennen sie Finanzumsatzsteuer, andere wiederum Finanzmarktsteuer - stark macht. Weil sich innerhalb der bis 3. Dezember gesetzten Frist ausreichend Zeichnerinnen und Zeichner gefunden haben, muss sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages öffentlich mit dem Thema befassen. Seitdem unser Antrag noch im Juni im Bundestag abgelehnt wurde, ist Fahrt in die Diskussion gekommen. Die SPD ist inzwischen dafür, selbst britische Politiker. Es lohnt sich, hier am Ball zu bleiben, damit die Finanzbranche einen fairen Finanzierungsbeitrag leistet und die Kosten ihrer Krise trägt.

Rede im Deutschen Bundestag vom 29. Januar 2010 

Antrag der Bundestagsfraktion für eine Finanzumsatzsteuer