Neueste Pressemitteilung:
Grauer Kapitalmarkt:
Regierung untätig,
Verbraucher schutzlos
1. Juli 2009 - Zur heutigen Anhörung im Finanzausschuss, die sich mit dem Grauen
Kapitalmarkt befasst, erklärt Dr. Gerhard Schick:
Informationsabend in Mannheim am 3. Juli
Was ist los im Iran?
Die Iran-Expertin Saba Farzan, Exil-Iraner und Mitglieder der Bahai-Gemeinde informieren über die Wahlen, die Demonstrationen und die Gewalt - und zeigen auf, welche Folgen die dramatischen Ereignisse der letzten Wochen haben werden. Sie berichten, was ihre Familienangehörigen in Teheran und anderen Landesteilen täglich erleben. Ich habe diese Veranstaltung angeregt, weil ich denke: Der Abend wird einen anderen Blick auf die Situation ermöglichen, als es allein über die Medien möglich ist. Saba Farzan, Soziologin und Autorin, wird in das Thema einführen.
Ort und Zeit: Faircafe Cafga, B 2, 11 am Schillerplatz, 19.30 Uhr.
Aktuelles aus dem HRE-Untersuchungsausschuss
Haarsträubend: abheften und archivieren statt auswerten
23. Juni 2009 - Krisenmanagement? Mangelhaft. Zusammenarbeit von Bundesfinanzministerium und Bankenaufsicht? Unzureichend. Und das ausgerechnet, als sich die Lage bei der HRE dramatisch zuspitzte und Milliardenhilfen vom Staat notwendig wurden. Diese Erkenntnis brachten die jüngsten Sitzungen des HRE-Untersuchungsausschusses. weiter...
Lesen Sie mehr zur Arbeit des Untersuchungsausschusses auf der Themenseite.
Argumente für eine europäische Finanzumsatzsteuer
Solidarität und Stabilität
2. Juli 2009 - In einem Gastbeitrag für den Rheinischen Merkur plädiere ich für die Einführung einer europaweiten Finanzumsatzsteuer, die alle Finanztransaktionen einbezieht, also auch den außerbörslichen Handel. Warum? Gerade in Zeiten, in denen Staaten immense Aufgaben zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise aufwenden, stellt sich die Frage nach einer solidarischen Lastenverteilung aktueller denn je. Hinzu kommt, dass die Finanzumsatzsteuer einen Beitrag zu mehr Stabilität auf den Finanzmärkten leistet.
Lesen Sie hier das Argumentationspapier für eine europäische Finanzumsatzsteuer
Lesen Sie hier den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion zum Thema
Thema Steuerflucht
Finanzminister Steinbrück
täuscht die Öffentlichkeit
Mai/Juni 2009 - Steuerflucht und Bekämpfung von Steuerhinterziehung gewinnen an öffentlicher Aufmerksamkeit. Zu Recht, denn es ist ein Skandel, wenn sich gerade Vermögende und Gutverdienende durch Tricks und Schummeleien der Finanzierung der gesellschaftlichen Güter entziehen, die sie selber nutzen. Die Zeche dafür zahlen Gering- und Durchschnittsverdiener mit höheren Steuersätzen. Aber: Die Bundesregierung hat das Thema immer nur dann im Blick, wenn es opportun erscheint. Rhetorische Ankündigungen und unverbindliche Beschlüsse dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass ganz konkrete Verbesserungen erst noch erreicht werden müssen.
In einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland kritisiere ich die mangelnde Konsequenz von Finanzminister Steinbrück im Kampf gegen Steueroasen. Seiner krachenden Rhetorik steht leider eine sehr zögerliche praktische Politik gegenüber. Denn Steinbrück setzt auf OECD-Standards, die aber weitgehend wirkungslos sind.
In einem Interview mit freitag.de äußere ich mich ausführlich über Steuerflucht, die Offshore-Geschäfte deutscher Kreditinstitute und die Verflechtungen zwischen Politik und Bankensektor.
In einem Gastbeitrag für die ZEIT betone ich die
Notwendigkeit, beim Kampf gegen die Steueroasen die Rolle der deutschen
Banken nicht zu verdrängen. Frankreichs Präsident Sarkozy hat bereits
die französischen Banken aufgefordert, sich aus Steueroasen
zurückzuziehen. Von der Bundesregierung hat man dazu noch nichts
gehört. Statt nur auf andere Länder zu verweisen, muss Steinbrück auch
die deutschen Banken in die Pflicht nehmen - insbesondere die, die
jetzt vom Staat unterstützt werden.
Zur Themenseite "Steuerflucht bekämpfen"
Zinsen: Doppelter Ärger für Bankkunden
Abzocke statt Fairness
Juni 2009 - Die Leitzinssenkungen der vergangenen Monate gehen in doppelter Hinsicht zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Während die Banken die Guthabenzinsen ihrer Kundinnen und Kunden senken und damit dem Leitzins anpassen, bleiben die Soll-Zinsen für Kredite und Kontoüberziehungen weiterhin auf hohem Niveau. Wieder einmal haben die Verbraucherinnen und Verbraucher das Nachsehen. Sie bekommen wenig Zinsen auf ihr Erspartes, aber zahlen viel Geld für Kredite. Diese seit Jahren praktizierte Geldpolitik der Banken muss sich endlich ändern. Die Banken müssen den Vertrauensverlust, den sie durch die Finanzkrise erlitten haben, ernst nehmen. Wer in der Finanzkrise Milliarden vom Staat und damit vom Steuerzahler für seine Rettung fordert, muss auch fair und verantwortlich mit seinen Kundinnen und Kunden umgehen. Auch die Bundesregierung sollte endlich reagieren, indem sie durch das Kartellamt prüfen lässt, ob die Banken ihre Marktmacht hier unzulässiger Weise ausnutzen.
Spiegel Online über Verbraucherschutz bei Finanzprodukten
Lediglich die Grünen ...
17. Juni 2009 - Anne Seith berichtet auf Spiegel Online über
die neue (alte) Bankenwelt: "Nach dem Lehman-Desaster sollte sich alles
ändern: Banken entdeckten den Privatkunden wieder, gelobten faire
Beratung. Doch nach Angaben von Finanzmanagern ist der Druck, den
Anlegern Produkte aufzuschwatzen, noch größer geworden." Insider
berichten laut Spiegel Online: "Es hat sich nicht nur nichts geändert,
es ist alles noch schlimmer geworden." Eine unrühmliche Rolle spielt
dabei auch die Große Koalition, Beispiel Beweislastumkehr bei Prozessen
um Falschberatung. Dazu Spiegel Online: "Mittlerweile hat keine der
großen Parteien diese Forderung mehr auf dem Zettel. Lediglich der
Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick plädiert dafür, dass sich vor
Gericht etwas ändern müsse. Beim Anlegerschutz werde er mögliche
Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl ‚mit Hartnäckigkeit’
führen, verspricht Schick."
Der vollständige Artikel auf Spiegel online
Bankenrettung: Strategiewechsel dringend geboten
Vorsicht: Bad Bank!
4. Juni 2009 - Innerhalb von neun Monaten legt die
Bundesregierung mit ihrem Bad Bank-Gesetz das dritte große
Bankenrettungspaket vor. Doch auch mit diesem Gesetz wird es nicht
gelingen, Stabilität im Finanzsektor wiederherzustellen. Wir Grünen
fordern daher einen grundlegenden Strategiewechsel.
Unsere Forderung nach einem Strategiewechsel finden Sie hier.
Über Aufgaben Konstellationen nach der Bundestagswahl
Eine ökologisch-soziale Koalition
aus Grünen, SPD und Linke
3. Mai 2009 - Die politische Linke in Deutschland steht vor einer historischen Herausforderung und ist noch nicht darauf vorbereitet, ihr gerecht zu werden. Fest steht: Die zentrale Aufgabe der nächsten Bundesregierung wird die Antwort auf die Weltwirtschaftskrise sein. Meines Erachtens dürfte die einzige politische Konstellation, die einen echten Neuanfang in der Finanzpolitik sowie bei der ökologischen und sozialen Ausrichtung der Wirtschaftspolitik hinbekommt, eine ökologisch-soziale Koalition aus SPD, Grünen und Linke sein, da der Bruch der Deutungshoheit und Gestaltungsmacht der Finanzlobby und die nötige Neujustierung des Sozialen weder mit Union noch mit FDP realisiert werden kann – schon mit Teilen SPD wird es schwierig sein. Allein die ökologische Frage könnte auch in anderen Konstellationen vorangetrieben werden, dann allerdings unter Vernachlässigung der anderen beiden Fragen und mit der Gefahr, dass gerade die Ökologisierung der Wirtschaft an der Dominanz kurzfristiger Renditemaximierung und an der sozialen Ungerechtigkeit scheitert. Deshalb zeichnet sich als Reaktion auf die Finanzkrise gerade etwas ab, das ich selbst vor wenigen Monaten noch nicht für sinnvoll, für wahrscheinlich oder auch nur möglich gehalten hätte – ein Projekt für die nächste Legislatur, das inhaltlich klar umrissen ist und eine Chance auf eine politische Mehrheit hat. Der Grüne New Deal, den die Grünen im November als Antwort auf die Krise entworfen haben, wäre dieses Leitprojekt für eine ökologisch-soziale Regierung, für das und für die es sich zu kämpfen lohnt. Es wäre ein Gegenmodell zum Weiter so der Großen Koalition, ein Gegenmodell zur neoliberalen Renaissance mit Schwarz-Gelb. Und es ist die einzige Variante, die wirklich für einen Neuanfang als Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise steht. Klar: Die Herausfordung für die beteiligten Parteien ist immens. Warum Grüne, SPD und Linke aber in der Pflicht stehen, sie anzunehmen, und wie man mit dieser Herausforderung umgehen muss - das erläutere ich in meinem neuesten Papier.
"Nötig wäre eine ökologisch-soziale Koalition"
Hier als PDF zum Download.
Interview mit Spiegel Online vom 6. Mai zu diesem Thema
Bundesparteirat: Für eine ökologisch-soziale Industriepolitik
Langfristige Orientierung
Wir stecken mitten in der zweiten Weltwirtschaftskrise
Europäische Maßnahmen
dringend geboten
Das Konjunkturpaket weist in die falsche Richtung
Nachhaltig investieren
30. Januar 2009 - Mit heißer Nadel gestrickt statt mit kühlem Kopf geplant: Die Konjunkturpakete der Bundesregierung haben allenfalls etwas von einem Paket, in das jeder was reinstopfen durfte. Mit sinnvoller Konjunkturpolitik, die nach morgen weist, haben sie nichts zu tun. Mögen einzelne Maßnahmen an sich sinnvoll sein, werden sie von anderen konterkariert. Die Koalition betreibt rückwärts gewandte Klientelpolitik und bürdet kommenden Generationen einen Schuldenberg auf, ohne dass diese daraus einen Nutzen werden ziehen können. Neuverschuldung für Konjunkturbelebung ist aber nur dann zu rechtfertigen, wenn sie in nachhaltige Projekte fließt, deren Rendite auch unseren Kindern zugute kommen wird. Der Vorschlag meiner Bundestagsfraktion sieht deshalb Investitionen in Klima, Bildung und soziale Gerechtigkeit vor. Schließlich steht die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht alleine. Wir sehen uns global auch einer Klimakrise gegenüber. Die ökologische Modernisierung im Kampf gegen die Klimakatastrophe senkt die Folgekosten einer falschen Energie- und Verkehrspolitik. Investitionen in Bildung sind sozial gerecht und machen uns als Innovationsland fit. Und die Unterstützung der Ärmsten in unserer Gesellschaft ist ein moralisches Gebot und wirkt in Bezug auf die Konjunktur.
"Krisenmanagement mit ungedeckten Schecks":
Lesen Sie mehr zur grünen Konjunkturpolitik auf den Seiten Bundestagsfraktion.
"Kommunen stärken - den kommunalen Investitionsstau nachhaltig auflösen"
Fraktionsbeschluss vom 10. Februar 2009
"Eine antizyklische Politik ist sinnvoll - das Konjunkturpaket der Bundesregierung aber ist unseriös":
Interview mit der Tagezeitung taz vom 19. Januar 2009.
"Grüner New Deal: Kein Öko-Kapitalismus, sondern tiefgreifende Veränderung unserer Wirtschaft":
Gastbeitrag in der Tageszeitung Neues Deutschland vom 30. Januar 2009.
Internationale Finanzmarktkrise I
Für einen Grünen New Deal
15. November 2008 - Die Krise als Chance nutzen! Die derzeit international vorhandene Bereitschaft, die Finanzmärkte neu zu ordnen, muss jetzt energisch genutzt werden, um einen entscheidenden Schritt in Richtung des Ziels die "Globalisierung sozial und ökologisch gestalten" zu gehen. Bündnis 90/Die Grünen fordern in einem von mir mit auf den Weg gebrachten Parteitagsbeschluss die Bundesregierung auf, in diesem Sinne ihren Einfluss auf die Gestaltung einer zukünftigen globalen Finanz- und Wirtschaftsordnung auf Weltfinanzgipfeln, innerhalb der EU sowie in allen übrigen relevanten internationalen Gremien geltend zu machen. Das Thema "Globalisierung sozial und ökologisch gestalten" ist für uns ein zentrales Thema. Wir setzen auf einen grünen New Deal. Mit einem konzentrierten sozial-ökologischen Investitionsprogramm wollen wir in Deutschland und in Europa gegen die Rezessionsgefahr angehen. Zugleich geht es darum, den grünen New Deal auch als globale Strategie zu buchstabieren, der die Verantwortung der reichen für die Entwicklungsländer praktisch einlöst. Und schließlich geht es um grundlegende Strukturveränderungen im Finanzsystem. Wir wollen durch mehr Transparenz über die Verflechtungen des Finanzsystems, einer Förderung von dezentralen Wirtschaftsstrukturen und dem Entgegenwirken gegen Konzentrationsprozesse im Finanzsektor den Ursachen der Krise entgegenwirken.
Lesen Sie den Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen vom 15. November 2008 in Erfurt:
"Krisen bewältigen - Für einen grünen New Deal"
Internationale Finanzmarktkrise II
Nein zum "Rettungspaket"
17. Oktober 2008 - Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat heute im Deutschen Bundestag gegen das von der Regierung vorgelegte Finanzmarktstabilisierungsgesetz, das so genannte "Rettungspaket" gestimmt - obwohl die Fraktion die Bundesregierung bei ihrem Vorgehen im Grundsatz unterstützt und die Notwendigkeit einer Notmaßnahme in schwieriger Zeit sieht. Es bliebe immer noch Zeit, Fehler zu korrigieren, insbesondere den Einfluss des Parlaments zu erhöhen, sowie mit einer verbesserten deutschen Umsetzung an der international koordinierten Rettungsaktion teilzunehmen. In einer persönlichen Erklärung beziehe ich Stellung zu meinem Abstimmungsverhalten, denn die Ablehnung der Notmaßnahmen bedarf einer besonderen Rechtfertigung.
Persönliche Erklärung
Wie funktioniert das Rettungspaket?
Internationale Finanzmarktkrise III
Riskantes Spiel ohne Regeln
September 2008 - Dunkle Wolken über der Finanzwelt: Die internationale Finanzmarktkrise ist auf einem neuen Höhepunkt. Milliardenverluste. Pleiten. Banken müssen mit Milliarden vom Staat gerettet werden. Die Konjunktur leidet. Wie konnte es soweit kommen? Welche Konsequenzen müssen gezogen werden? Und: Haben wir das nicht kommen sehen? Lesen Sie meine Analyse zu Ursachen und Konsequenzen aus der internationalen Finanzmarktkrise und informieren Sie sich ausführlich auf meiner Themen-Spezial-Seite sowie in den Rubriken "Pressemitteilungen" und "Presseschau".
Warum ich gemeinsam mit meiner Fraktion einen Untersuchungsausschuss zum Komplex IKB, KfW und Finanzmarktkrise fordere
Hintergrundpapier: "Analyse und Konsequenzen"
Autorenpapier Finanzmarktkrise der Abgeordneten Kuhn, Scheel, Bonde und Schick vom 7. Oktober 2008
Mehr zum Thema unter "Finanzmärkte"
Internationale Finanzmarktkrise IV


