Neueste Pressemitteilung:
Finanzkrise: Wann lernen Merkozy endlich aus ihren Fehlern?
10. Januar 2012 - Angesichts des neuen Rekordwertes kurzfristiger Einlagen der Banken bei der EZB in Höhe von 482 Milliarden Euro erklärt Dr. Gerhard Schick:
Die Bankenrettung ist undemokratisch, ungerecht und unsichtbar
26. Januar 2012 - Europas Schuldenkrise ist längst eine Bankenkrise. Deshalb holt Deutschland den Bankenrettungsfonds wieder hervor. Doch die Finanzinstitute werden auf europäischer Ebene gerettet - ohne Transparenz. Was die Regierungschefs der EU und die Europäische Zentralbank im Moment machen, dient vor allem den Interessen der Bankaktionäre. Meine Analyse in der Süddeutschen Zeitung.
Predigt in der Reihe "Gott - Geld - Glück" am 15. Januar 2012 in der Vesperkirche Mannheim
Meine Predigt über die Bedeutung des ersten Briefes an die Gemeinde in Korinth des Apostel Paulus: Welche Botschaft können wir Christinnen und Christen und Politikerinnen und Politiker aus diesem Brief lernen?
Zur Predigt.
Zukunft der EU
Als Grüne Bundestagsfraktion und Europagruppe GRÜNE diskutieren wir mit Euch und Ihnen über die Zukunft der Europäischen Union. Wir wollen einen öffentlichen Raum für Ideen und Gedanken zur Gestaltung notwendiger Änderungen der Europäischen Verträge schaffen und damit ein Zeichen gegen die intransparente Merkozy-Hinterzimmerpolitik setzen.
Für uns ist klar: Nur wenn sich die Europäische Union weiterentwickelt, werden wir die Krise dauerhaft bewältigen können. Dabei kann es aber nicht nur um Durchgriffsrechte und Schuldenbremsen gehen. Eurobonds, starke wirtschaftspolitische Steuerung, neue Kompetenzen für eine gemeinsame Finanz- und Haushaltspolitik, mehr soziales Europa und gestärkte europäische Institutionen sind ebenso zentral. Wir brauchen eine Europäische Union, die funktionierende Instrumente in die Hand bekommt, um diese Krise zu bekämpfen und ihre Ursachen anzugehen.
Alle sind herzlich eingeladen mit uns über die zukünftige Ausgestaltung der EU in den Bereichen Wirtschaft, Haushalte und Steuern, Finanzen, Soziales, Demokratie zu diskutieren – ab sofort hier online und/oder am 24.02.2012 auf dem Grünen Konvent in Berlin.
Green New Deal
Der Green New Deal hat eine neue Internetpräsenz. Die von den europäischen Grünen betreute Seite informiert über die verschiedenen Elemente des Green New Deal, Konzepte, Publikationen und wie der Green New Deal vor Ort wirkt. Ein Klick lohnt sich.
Erklärung über den Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu der Abgabe einer Regierungserklärung durch die Bundeskanzlerin zum Europäischen Rat und zum Eurogipfel/ EFSF-Hebel
26. Oktober 2011 - Ich habe heute im Bundestag bei der Abstimmung mit Ja gestimmt. Zwar trägt die Bundesregierung mit ihrem chaotischen Krisenmanagement eine gehörige Teilverantwortung dafür, dass sich die Frage der Hebelung überhaupt stellt. Doch angesichts der Herausforderungen, vor denen wir mit strauchelnden Banken und Ländern wie Italien und Spanien stehen, und angesichts dessen, was mit der Stabilität der gesamten Eurozone inzwischen auf dem Spiel steht, habe auch ich der Hebelung zugestimmt.
Meine Erklärung in der Langfassung
Protest: Wer bändigt die Finanzmärkte?
18. Oktober 2010 - Am weltweiten Aktionstag gegen die Macht der Finanzmärkte am 15. Oktober habe ich in Berlin demonstriert. Dabei entstand auch ein Interview für einen Betrag von "Frontal 21" über die Protestbewegung.
Hier können Sie den Beitrag der Sendung am 18. Oktober ansehen
Hier sehen Sie das ungeschnittene Interview während der Demonstration in Berlin
"Licht und Schatten bei der gesetzlichen Regelung des Berufsbildes der Honorarberatung"
23. September 2011 - Die Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung des Berufsbildes der Honorarberatung sind ein entscheidender Schritt für eine stärker am Nutzen des Kunden ausgerichteten Vertriebs von Finanzdienstleistungenbedeuten.
Aktueller Beitrag in der Zeitschrift "Der Honorarberater"
Warum der Green New Deal eine Antwort auf die europäische Schuldenkrise ist
23. September 2011 - Die Weltwirtschaftskrise ist nicht überwunden, sie hat nur ihren Charakter verändert. Bei der Bewältigung der Armuts- und Verteilungskrise und bei der Klima- und Ressourcenkrise sind wir kaum vorangekommen. Das Thema Klimawandel ist aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden, im konkreten Regierungshandeln wird bei vielen klimapolitischen Fragen auf die Bremse gedrückt. Wie und warum der Green New Dealdie richtige Antwort auf diese Krisen und Herausforderungen ist, habe ich in einem Positionspapier dargelegt.
3 Kommentare über Banken, Bankenrettung und eine Europäische Wirtschaftsregierung
Finanzkrise: So geht es nicht weiter!
11. August 2011 - Die erneuten Turbulenzen an den Finanzmärkten strafen all diejenigen Lügen, die in den letzten Monaten so getan haben, als sei die Finanzkrise vorbei. Gerade die Bundesregierung will den Menschen weiß machen, es handele sich nur um eine Krise in Griechenland, Irland und Portugal. Tatsächlich haben wir die Weltwirtschaftskrise, die 2007 ausgebrochen ist, immer noch nicht überwunden. Die Krise verändert nur ihren Charakter. Zunächst ging es um die Pleiten von Immobilienfinanzierern in den USA, man sprach von der Subprime-Krise. Dann wackelten die Banken, später einige Industrieunternehmen. Jetzt wackeln Staaten. Es bleibt aber letztlich ein und dieselbe Weltwirtschaftskrise. Deswegen hilft es nicht, den Blick nur auf die Schuldenfrage zu verengen. Wir brauchen eine Neuausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik, nicht ein Weiter so, das uns nur weiter in die Krise führt.
Der jüngste Ausbruch wurde ausgelöst durch den Schuldenstreit in den USA. Die marktradikale Teaparty blockiert Steuererhöhungen für Besserverdienende, die neben großen Ausgabenkürzungen Teil der Haushaltssanierung sein sollen. Damit hat sie noch stärkere Ausgabenkürzungen erzwungen, die die US-Konjunktur schwächen werden. Ein erneutes Abrutschen in die Rezession ist nicht ausgeschlossen.
Aber auch Europa steckt in Schwierigkeiten. Keine drei Wochen nach dem letzten europäischen Gipfeltreffen am 21. Juli geraten weitere Staaten in Finanzierungsschwierigkeiten - das kleine Zypern, aber auch Italien und Spanien. Das zeigt: Die Gipfelbeschlüsse, so richtig sie im Einzelnen waren, kamen einmal mehr zu spät und waren nicht ausreichend, um Stabilität zu schaffen. Zentrale Verantwortung dafür hat die Bundesregierung, die vor allem auf Druck der FDP immer wieder die richtigen Maßnahmen so lange blockiert, bis die Märkte die Regierungen zum Handeln zwingen. Jetzt muss die Europäische Zentralbank, die eigentlich keine Staatsanleihen aufkaufen will, einspringen, weil Deutschland einen Aufkauf durch den Rettungsfonds bislang verhindert hat.
Nötig ist deshalb, dass Europa in dieser Krise anders agiert. Der von der Bundesregierung gewählte Ansatz hat den Domino-Effekt nicht verhindert, bei dem nach und nach immer mehr Staaten in den Strudel der Schuldenkrise kommen. Wir dürfen uns nicht weiter von Krisengipfel zu Krisengipfel hangeln, während die Krise immer weitere Länder erfaßt. Es braucht einen wirklich europäischen Ansatz mit effektiven Entscheidungsstrukturen auf europäischer Ebene. EZB-Präsident Trichet hat dafür ein Finanzministerium für die Euro-Zone vorgeschlagen.
Und wir brauchen Euro-Bonds, mit denen ein Teil der Verschuldung der Euro-Zone von allen Staaten gemeinsam getragen wird. Anders wird es nicht möglich sein, Stabilität zu schaffen. Für uns Grüne ist, gemeinsam mit unseren grünen Freunden in Europa klar: Europa kommt nur gemeinsam aus der Krise.
Darüber hinaus darf die Finanzmarktregulierung nicht vergessen werden. Doch die deutsche Bundesregierung, die in Deutschland sich gerne als Speerspitze der internationalen Finanzmarktregulierung darstellt, stand bisher an vielen Stellen auf der Bremse. Diese Krise wird aber nur überwunden, wenn die Finanzmärkte stabiler werden. Wir brauchen eine Schuldenbremse nicht nur für die Staaten, sondern auch für die Banken, die immer noch mit teilweise unter 3% (!) eigenem Kapital arbeiten. Das führt dazu, dass selbst kleine Verluste große Krisen auslösen können. Die Macht der Ratingagenturen muss gebrochen, gefährliche Finanzprodukte müssen verboten werden.
Eine wichtige Ursache dieser Krise ist die zunehmende Konzentration von Einkommen und Vermögen bei wenigen. Es ist kein Zufall, dass wir gleichzeitig Proteste von denjenigen sehen, die für sich keine Chance auf Teilhabe mehr sehen, und Kursstürze an den Finanzmärkten. Beides zeigt uns, was schief läuft. Die Mitte der Gesellschaft hat in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr am wirtschaftlichen Fortschritt partizipiert, sondern trotz Wirtschaftswachstum an Einkommen verloren. Das macht unsere Wirtschaft instabil. Wir Grüne wollen mit unserem Programm des Green New Deal einen neuen sozialen Ausgleich, der diese Entwicklung korrigiert. Denn wir sind überzeugt, dass nur so unsere Wirtschaft wieder stabil wird.
8. August - Gastbeitrag im Handelsblatt: Eine mächtige Lobby verhindert sinnvolle Reformen bei den Wirtschaftsprüfern
Auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomkraft!
22. Juli 2011 - In Deutschland werden nun bis 2022 alle Atomkraftwerke abgeschaltet – das ist ein großer Erfolg, auch von uns Grünen. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, denn das Ziel muss sein, den Ausstieg aus der Atomkraft weltweit voranzutreiben. Dabei darf es nicht bei Apellen bleiben, wir können dazu einiges beitragen. Darunter fällt etwa auch, die Finanzierung von Atomprojekten zu erschweren und sie nicht noch indirekt über die Riester-Rente zu fördern. Mit meinen Bundestagskolleginnen Ute Koczy und Agnieszka Malczak habe ich ein Papier geschrieben, das drei wichtige Felder benennt, in denen Politik in Deutschland zum weltweiten Ausstieg beitragen kann: Proliferation, Atomabbau und Finanzierung.
"Si on se réfère à l’économie réelle, la zone euro n’a pas de problèmes"
20. Juli 2011 - Interview mit dem französischen Onlinemagazin Basta! über die europäische Schuldenkrise.
Bericht meiner Reise nach China mit einer Delegation des Finanzausschusses vom 14. bis 25. Juni 2011
Prof. Kirchhof macht es sich zu einfach
7. Juli 2011 - Der Vorstoß von Paul Kirchhof hat in Deutschland wieder
einmal die Debatte um Steuervereinfachungen entfacht. Das ist gut und
wichtig. Es steht aber zu befürchten, dass ein Globalkonzept wie das von
Herrn Kirchhof politisch nicht durchsetzbar ist und zudem in
Teilbereichen sehr ungerecht wirken würde. In einem Gastbeitrag für das
Handelsblatt lege ich deswegen dar, wie man aus meiner Sicht beim
wichtigen Thema Steuervereinfachung pragmatisch vorangehen und wertvolle
Ergebnisse erzielen kann - statt nur von einem nicht sehr
realitätsnahen Ideal zu träumen.




