EZB-Intervention zeigt den Ernst der Lage
10. August 2007 - Zur erneuten Bereitstellung von 61 Milliarden Euro durch die Europäische Zentralbank (EZB) an die Banken erklärt Dr. Gerhard Schick:
Das schnelle und deutliche Engagement der EZB in der aktuellen Krise ist ein positives Signal an die Finanzmärkte. Gestern hat die Notenbank knapp 95 Milliarden Euro und heute erneut 68 Milliarden Euro in den Geldkreislauf gepumpt. Damit zeigt sie, dass sie bereit ist zur Stabilisierung der Finanzmärkte beizutragen. Dies zeigt aber auch wie ernst die Situation ist. Denn was heute für Investoren und Kreditinstitute bitter ist, kann morgen schon jedes andere Unternehmen erreichen. Die Wirtschaft muss einen sicheren Zugang zu genügend Finanzmitteln haben, sonst sind Investitionen bedroht und Arbeitsplätze gefährdet. Das Überschwappen der Krise auf die Realwirtschaft zu verhindern, ist also oberstes Gebot.
Mit dem Engagement der EZB ist die Krise auf dem US-Hypothekenmarkt natürlich nicht beigelegt, ebenso wenig ist ein weiteres Übergreifen auf Europas Banken und Unternehmen für die Zukunft ausgeschlossen. Dennoch kann die Initiative der EZB und weiterer Zentralbanken aus den USA, Japan und der Schweiz dafür sorgen,
wieder Ruhe in die Finanzmärkte zu bringen. Voraussichtlich werden den heutigen Schritten weitere folgen müssen.