Die internationalen Finanzmärkte in der Krise
Riskantes Spiel
ohne Regeln
7. Oktober 2008 - Die Bundestagsfraktion verabschiedet ein Papier zur Finanzmarktkrise. Autoren sind Fritz Kuhn, Christine Scheel, Gerhard Schick und Alexander Bonde.
Lesen Sie hier das Papier der Bundestagsfraktion zur Finanzmarktkrise.
2. Oktober 2008 - Die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten scheint ein
Fall für Chaosforscher zu sein. Die Märkte sind in Aufruhr, die
Hiobsbotschaften von den Finanzzentren in New York, London und Frankfurt
überschlagen sich.
Lesen Sie in meinem Hintergrundpapier mehr über die Ursachen der aktuellen Krise und
über die Finanzmarktpolitik der Grünen.
23. September 2008 - In einem Gastbeitrag im Handelsblatt spreche ich
mich für eine neue Rolle der Politk bei der Bekämpfung von Finanzkrisen
aus. Statt immer nur dann nach Regulierung zu rufen, wenn eine Krise da
ist, muss langfristig und nachhaltig angesetzt werden, wenn
Finanzkrisen in Zukunft verhindert werden sollen.
Lesen Sie hier den Beitrag unter dem Titel: "Vom Herdentrieb zur Ordnungspolitik".
25. September 2008 - Vor der eigenen Haustür kehren! Rede zur Regierungserklärung zum Thema:
"Finanzmarktkrise"
Die Rede hier zum Nachlesen
Aufzeichnung der Rede: Modem ISDN DSL
20. September 2008 - Im Zuge der Finanzmarktkrise sind so genannte Leerverkäufe in Verruf geraten -
zuerst wurden sie in den USA, vor kurzem dann auch in Deutschland
vorläufig verboten. Bei Leerverkäufen wird auf fallende Aktienkurse
spekuliert, wobei teilweise mit dem Streuen von Gerüchten nachgeholfen
wird. Leerverkäufe haben aber auch positive Effekte, was eine
differenzierte Behandlung dieses Instruments notwendig macht. Dazu habe
ich ein kurzes Positionspapier verfasst.
Lesen Sie hier meine Position "Leerverkäufe: Differenzierte Behandlung statt einfaches Pro oder Contra"
6. November 2007 - Die gefährlichen Turbulenzen auf den Finanzmärkten
sind die Folge mangelnder Aufsicht, fehlender Transparanz und
schlechter Haftungsregeln. Das Problem ist, dass derzeit niemand außer
den unmittelbar Verantwortlichen in Banken und Fonds weiß, wo die
Risiken undurchschaubarer Kreditgeschäfte letztendlich liegen: nicht
die Wirtschaftsprüfer, nicht die Aufsichtsräte, nicht die
Ratingagenturen und nicht Bankenaufsicht. Da muss man ansetzen, um künftige Finanzkrisen zu vermeiden. Grüne Marktwirtschaft braucht dynamische und stabile Finanzmärkte
mit verlässlichen Regeln. Die aktuelle Finanzmarktkrise hat gezeigt, wo
zu korrigieren ist. Wo und wie genau - das lesen Sie in einem Beschluss
der Bundestagsfraktion:
Fraktionsbeschluss Kurzfassung
Fraktionsbeschluss Langfassung
Weitere Dokumente:
"Ursachen der Finanzkrise und Folgerungen für die Politik"
Eine Analyse von Gerhard Schick: PDF zum Download
"Grüne Marktwirtschaft braucht stabile Finanzmärkte"
Aufsicht,
Steuerpolitik, (öffentlicher) Bankensektor, Managerhaftung und
Aufsichtsgremien, Hedgefonds und Private Equity, Ratingagenturen: Die
Bundestagsfraktion mit einem Katalog an Forderungen:
Kurzfassung als PDF zum Download
Langfassung als PDF zum Download
"Deutschland braucht eine starke Finanzaufsicht"
Gastbeitrag im Handelsblatt vom 18. September 2007 auf www.handelsblatt.com
"Für einen fairen Rahmen im Kredithandel"
Gastbeitrag in der Börsenzeitung vom 10. August 2007: PDF zum Download
"Deutschland braucht eine starke Finanzaufsicht"
Gastkommentar im Handelsblatt vom 18. September: Die unumstrittene
Autorität der Finanzaufsicht ist eines der wesentlichen
Qualitätsmerkmale eines Finanzplatzes. Der Beitrag unter www.handelsblatt.com
"Bundesbank sollte Bankenaufsicht abgeben"
Gastbeitrag in der Zeit vom 6. September: eine schlagkräftige
Kontrollbehörde ist besser als das Nebeneinander und Gegeneinander
zweier Institutionen. Der Beitrag als PDF
Lesen Sie hier die Forderungen grüner Finanzpolitiker zur Zukunft der Landesbanken. Gleich mehrere Landesbanken haben ein viel zu großes Rad im Handel mit
hochspekulativen Finanzmarktprodukten gedreht - die internationale
Finanzkrise hat sie voll erwischt.
Pressemitteilungen zum Thema:
23. August 2007: Bankenaufsicht: Steinbrücks Selbstgefälligkeit fehl am Platze
17. August 2007: G7-Vorsitzende Merkel ist gefragt
15. August 2007: Einsicht der Ratingagenturen kommt zu spät
10. August 2007: EZB-Intervention zeigt den Ernst der Lage
Regierung bleibt untätig
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sucht die Verantwortung für die aktuelle Bankenkrise bei anderen. Wenn es darum geht, vor der eigenen Haustür zu kehren, hört man wenig von ihm. Dabei ist die Bundesregierung eine systematische Analyse der Ursachen und Versäumnisse - auch bei den staatlichen Aufsichtsbehörden - bis heute schuldig geblieben. Gerhard Schick dazu in der Süddeutschen Zeitung.
Mit einem Fragenkatalog an die Bundesregierung machen die Oppositionsparteien Druck. Die
Regierung muss endlich eine systematische Analyse über die Fehler
vorlegen, die zum ungebremsten Überschwappen der Finanzmarktkrise auf
Deutschland geführt haben. Das fordere ich gemeinsam mit den den
zuständigen Fachpolitikern aus den Fraktionen der FDP und der
Linkspartei. Den vollständigen Fragenkatolog finden Sie hier und Presseberichte zum Thema finden auf der Seite Presseschau.
Die Rolle der Hedgefonds
Ihr Name hört sich ganz friedlich an - to hedge bedeutet im
Englischen soviel wie einhegen, absichern. Gleichzeitig gelten sie als
Ingebriff eines weltweiten Turbokapitalismus und als Damoklesschwert
über der Weltwirtschaft, die Hedgefonds. Sie verzocken Milliarden im
globalen Kasino und bergen ein enormes Risiko - und so fällt bei der
Debatte über Hegdefonds allzu oft unter den Tisch, welch wichtige Rolle
sie auf den internationalen Finanzmärkten einnehmen. Es lohnt, sich die
Funktionsweise und die Rolle der Hedgefonds genauer anzuschauen, um die
Forderung nach einer Regulierung der Hegdefonds verstehen zu können. Es
kann nicht sein, dass jede Kreissparkasse strengeren Regeln unterliegt
als die Hedgefonds, von denen manche viele Milliarden US-Dollar
verwalten, und von denen die Gefahr einer fatalen internationalen
Kettenreaktion ausgeht.
Dokumente:
- Rolle, Funktionsweise und Regulierung von Hedgefonds: PDF zum Download
- "Rendite mit Regeln": Gastbeitrag in der Financial Times Deutschland vom 6. Juni 2007: PDF zum Download
- Dossier und Debatte in der FTD
- "Schwarzes Loch": In einem Debattenbeitrag auf Spiegel Online beleuchte ich kritisch die Rolle der Hedgefonds auf den internationalen Finanzmärkten und forderte die Regulierung der Milliarden-Jongleure.
Pressemitteilungen zum Thema:
19. Mai 2007: Vorschläge des Financial Stability Forums umsetzen
8. Mai 2007: EU-Finanzminister grandios gescheitert
21. April 2007: Appell zur Selbstverpflichtung reicht nicht
9. Februar 2007: G7 und die Hedgefonds: nichts als Lippenbekenntnisse
31. Januar 2007: Aufsicht statt Gütesiegel
17. Mai 2006: Rating kann internationale Regulierung nicht ersetzen