Menü News Inhalt
| Drucken |

Hedgefonds und G7: nichts mehr als Lippenbekenntnisse

9. Februar 2007 - Dr. Gerhard Schick fordert von den Finanzministern der sieben großen Industrienationen ("G7"), die sich heute und morgen in Essen treffen, konkrete Schritte zur Regulierung von Hedgefonds:

Wenn sich die G7-Finanzminister am Freitag und Samstag mit den Risiken beschäftigen, die von Hedgefonds ausgehen, dann müssen von ihnen konkrete Schritte vorbereitet werden. Es kann nicht sein, dass jede noch so kleine Sparkasse, von der für die Finanzmarktstabilität kaum Gefahren ausgehen, streng beaufsichtigt wird, Hedgefonds mit ihrem stetig wachsenden Marktanteil jedoch unreguliert bleiben. 

Meldungen über eine durch gleichgerichtetes Anlageverhalten von Hedgefonds ausgelöste Talfahrt des Yen machen deutlich, dass hier schnell gehandelt werden muss. Die Finanzminister dürfen deshalb nicht bei der Forderung nach mehr Transparenz stehen bleiben. Zusätzliche Transparenz bringt nur dann eine wirkliche Verbesserung, wenn Reaktionsmöglichkeiten der Finanzaufsichtsbehörden bestehen. 

Bei Hedgefonds sind Mindestanforderungen an die Risikostreuung und die Begrenzung der Kreditrisiken für eine wirksame Prävention von Finanzkrisen notwendig. Wir fordern, dass solche Regulierungsstandards beim G8-Gipfeltreffen im Juni beschlossen und in den Nationalstaaten umgesetzt werden. Der Internationale Währungsfonds sollte die Umsetzung überwachen. 

Eine freiwillige Selbstverpflichtung und ein Verhaltenskodex, wie sie manche Finanzminister als Alternative anpreisen, sind bloße Lippenbekenntnisse. Solche Lippenbekenntnisse wird es bei der Finanzministertagung genug geben, bei Hedgefonds müssen konkrete Schritte beschlossen werden. 

Pressefotos / Kontakt


Pressefotos zum Download:

Hochformat
Querformat
Weitere Fotos auf Anfrage


Pressekontakt:
Thomas Hornung
Telefon 0621 4017252
Handy 0177 7084856